Theaterlabor Richtsberg
Bürger*innenbühne in Marburg
Aus der Initiative "Stadtlabor Richtsberg" entstand das Theaterlabor Richtsberg im Herbst 2022, um verschiedene Menschen durch das Theaterspielen zusammenzubringen.
Bedingt durch die vielen globalen Entwicklungen die uns als Gesellschaft beschäftigen und prägen, wollen wir einen sicheren, spielerischen Begegnungsraum schaffen, in dem sich Alt- und Neu-Marburger*innen treffen und im kreativen Spiel miteinander austauschen.
Die Projekte die wir realisieren, beschäftigen sich mit den Ideen und Ansichten der Menschen aus dem Marburger Stadtteil Richtsberg. Sie werden von den Menschen vom Richtsberg für einen kreativen Austausch mit der Stadtbevölkerung entwickelt und gezeigt.
Trailer "Stadtlabor Richtsberg" (2023)
Video: Dr. Thomas Rösser (Streiflicht-Produktion),
i. A. d. Stadt Marburg
Probenstart zum neuen Theaterstück "Die Zeit zwischen uns" (AT)
In Anlehnung an Peter Handkes “Die Stunde, in der wir nichts voneinander wussten”, ein fast wortloses Theaterstück, soll ein Versuch gestartet werden, den Richtsberg als Kunst- und Gesamtwerk darzustellen: Viele unterschiedliche Menschen begegnen sich auf der Straße, haben kurze Momente der Gemeinsamkeit, begegnen sich und gehen sich aus dem Weg.
Momente des Alltags wechseln sich ab, mit Tagträumereien und poetischen Bildern.
Es geht also weniger um das gesprochene Wort, als um Bewegungen, Musik, evtl. Gesang und vielleicht sogar Choreographien.
Peter Brook sagte einst über Theater: "Ein Mann geht durch den Raum, ein anderer schaut ihm zu."
In diesem Sinne verstehen wir auch unser kommendes Projekt:
Jeden Tag bewegen sich tausende Bürger*innen durch den Richtsberg und andere beobachten sie dabei. Man nimmt es als gegeben hin, dass diese Menschen da sind. Um einen herum.
Aber was treibt sie an und um? Wie sehen ihre Leben aus? Was sind ihre Sehnsüchte und Träume?
Wenn man so will, heißt das: Der Christa-Czempiel-Platz als Bühne des Welttheaters.
Es leben tausende Menschen am Richtsberg: Das sind also tausende potentielle Geschichten, die erzählt werden könnten und vielleicht auch mal endlich erzählt werden müssen.
Nicht nur die Legende der heiligen Elisabeth, die Errungenschaften von Martin Luther oder die Gebrüder Grimm sind prägend für Marburg.
Auch man selbst oder der Nachbar von nebenan, hinterlassen Spuren und prägen den Charakter dieser Stadt.
Das nebeneinander verschiedener Figuren soll als Panorama der Gesellschaft dargestellt werden: verschiedene Generationen, Kulturen, Berufe.
Denn gerade in der heutigen Zeit, wollen wir zeigen, dass uns mehr verbindet als uns trennt.
Premiere Sommer/Herbst 2026


WIDMA / HEXE
vom THEATERLABOR RICHTSBERG
Premiere: Juli 2025
Das Theaterlabor Richtsberg zeigt seine zweite Produktion, nach dem erfolgreichen Erstlingswerk „Der Bus“.
Zum Inhalt:
Ein abgelegenes Dorf in den Karpaten. Eine Hexe. Ein Kind. Und ein uralter Pakt, der nicht gebrochen werden darf!
Mara lebt als Hexe zurückgezogen am Rande der Gesellschaft. Doch als sie ein Kind bekommt, das sie nie hätte bekommen dürfen, gerät die Ordnung ihrer Welt ins Wanken.
Die Tochter Olena will kein Hexenschicksal - sie will dazugehören, lieben, leben. Doch das Dorf ist misstrauisch. Und eine Gefahr rückt näher. Wird sie das Unheil aufhalten können? Wird Mara ihr Kind retten können?
"Widma/Hexe" ist eine Theatererzählung nach einer ukrainischen Legende - über Ausgrenzung, Zugehörigkeit und den Mut zur Veränderung.
Künstlerische Leitung: Camil Morariu
Regie: Camil Morariu, Svitlana Korzhavina
Text: Svitlana Korzhavina, Camil Morariu & Ensemble
Es spielen:
Yegor Glukhi, Tetiana Havriushenko, Anna Kliuchko, Natalia Koshetkova, Elena Melnikov, Natalia Nazariuk, Katja Rozenson, Annette Sander, Hryhorii Tsyokha, Sebastian Wlodarczyk
Gastspiele in der Waggonhalle Marburg und am Hessischen Landestheater Marburg, zusätzlich ein Open-Air-Spektakel am Richtsberg ausgetragen.
Weitere Termine 2026 folgend!!!